Pfingstlager vom 19. - 21. Mai 2018

Das diesjährige Pfingstlager begann mit einer Hiobsbotschaft im Winter. Lanz Sandra, unsere langjährige Leiterin teilte uns mit, dass sie zwar das Lager mithelfe vorzubereiten, aber nicht mitkommen könne. Der Grund dafür war aber umso erfreulicher, denn sie werde am Freitag,18. Mai 18 ihren Schatz Reto heiraten. Nun hiess es für die übrige Lagercrew "i d'Hose". Mit vereinten Kräften gelang es uns, ein spannendes Programm auf die Beine zu stellen und auch die Abfahrtsorte für die Kinder mehr oder weniger termingerecht mitzuteilen.
Pünktlich trafen am Pfingstsamstag schlussendlich alle Kinder am vereinbarten Ort ein und ab Wiedlisbach konnten wir dann gemeinsam das Pfingstlager 18 starten. Unsere Reise führte via Balsthal nach Mümliswil und anschliessend durch das malerische Guldental über den Scheltenpass nach Schelten. Und dies ohne einen Stau (kleine Anmerkung: zu diesem Zeitpunkt war am Gotthard 25 km Stau!)
Übrigens, die Gemeinde Schelten gehört noch zum Kanton Bern, liegt aber eingebettet zwischen den Kantonen Solothurn und Jura. Schelten ist noch eigenständig und hat 37 Einwohner.
Unsere Unterkunft befand sich im Schulhaus, wo es Platz für ca. 50 Personen hat. Mit den 37 angereisten Jungzüchtern aus den Verbänden Bern-Jura und Solothurn sowie dem KTZV Sursee sowie den 12 Betreuer wurde es recht eng.
Nach dem wir unsere Unterkunft soweit eingerichtet hatten, dass jeder einen Platz fand, gab es einen Mittagslunch. Nachmittags bastelten wir an einem Geschenk für das frisch vermählte Lagerleiter-Paar. Wir verzierten Stoffstücke mit allerlei Motiven, welche dann zu einer Decke zusammengenäht werden. Ein anderer Teil der Jungzüchter versuchte sich im Bau von Steinbacköfen. Im Jura hat es zwar genug Steine, aber trotzdem ist es nicht sehr einfach, die Richtigen zu finden um diese aufeinander zu schichten. Mit entsprechender Unterstützung gelang es uns dann, drei Backöfen fertig zu bauen und vor dem Nachtessen noch kräftig einzufeuern. Unser Ziel war es, nach dem Nachtessen feine Brötchen für das Zmorge zu backen. Aber hoppla, plötzlich regnete es wie aus Kübeln. Wir hatten natürlich Angst um unsere Backöfen. Und unsere Angst war nicht unbegründet, denn nur ein Ofen hatte das Gewitter mehr oder weniger schadlos überstanden. Immerhin gelang es uns zwei Brote mehr oder weniger fertig zu backen, bis auch dieser Ofen zum Teil einstürzte. Nun ist es oft so, dass ein Unglück selten alleine kommt. Während dem Nachtessen erschien plötzlich die Nachbarsbäuerin und gab uns die Hiobsbotschaft, dass das Reservoir fast leer sei und wir deshalb nicht mehr duschen und abwaschen dürfen.
Tja, so mussten einige wohl oder übel ungeduscht die Nacht verbringen.
Am Pfingstsonntag hiess es früh aus den Federn, denn wir mussten bereits um halb Zehn in Crémines im Zoo Sikypark sein. Zur Überraschung erhielten wir Besuch von unserem frisch vermählten Ehepaar Sandra und Reto Lanz. Im Park erhielten wir unter kundiger Leitung der Obertierpflegerin Franziska eine Führung durch den Park. Zuerst besuchten wir das neu gestaltete Vogelhaus anschliessend die Kapuzineräffchen. Von dort ging es zu den Pumas, welche bereits vom Raubtierpark Strickler Subingen nach Crémines umgezogen sind. Die Führung ging weiter zum Luchs, zu den Hirschen und Mufflons sowie den Wölfen. Zum Abschluss konnten wir der Flugshow der Greifvögel beiwohnen. Im Anschluss an die Vorführung erzählte uns unsere Führerin noch interessante Details zu den Greifvögeln aber auch zum Ausbau des Sikyparks in den nächsten Monaten. Schon bald hiess es Abschied nehmen und wieder zurück nach Schelten fahren. Dort packten wir unsere Badesachen ein und fuhren nach Mümliswil ins Hallenbad, wo sich die Kinder wie auch die Erwachsenen im Wasser austoben konnten.
Wieder in der Unterkunft angekommen, die freudige Nachricht, dass wieder genügend Wasser vorhanden ist.
Nach dem Nachtessen marschierte der grössere Teil der Lagerteilnehmer nach Mervelier. Die Restlichen reisten mit den Fahrzeugen nach. In Mervelier wurden wir von Richard Marquis, einem renommierten Taubenzüchter, in Empfang genommen. Nebst etlichen Taubenschlägen hat Richard, wie er selber sagt, noch einen kleinen Kleintierzoo. Am recht steilen Hang hinter seinem Haus tummeln sich verschiedene Tierarten wie Kaninchen, Gänse, Seidenhühner, Zwerg-Emu, etc. Diese Tiere teilen sich gemeinsam ein Areal und gemäss Richard ist ein Kaninchenrammler das ranghöchste Tier.
Nach dem Morgenessen hiess es am Pfingstmontag auch schon wieder zusammenpacken und aufräumen. Dies ging recht flott von statten, so dass noch viel Zeit für Spiel und Spass blieb. Nach dem Mittagslunch fuhren wir alle nach Matzendorf zu Emil Buser. Wer kennt Emil Buser nicht?!? Einerseits gilt Emil als Gründer des Pfingstlagers, anderseits ist Emil ein bekannter Hasenzüchter und war Kaninchenexperte und Vorstandsmitglied von Rassekaninchen Schweiz.
Bei Emil durften wir seine schöne Stallanlage bestaunen, in welchen sich etliche Jungtiere tummelten. Die Champions vom nächsten Winter. Zudem durften wir noch einen Besuch bei seinem Nachbar Hans Kaufmann machen, welcher griechische Landschildkröten und zu Therapiezwecken, Islandpferde hält. Nach diesem spannenden Nachmittag hiess es auch schon wieder Abschied nehmen von den Jungzüchtern und dem Leiterteam.
Ein solches Lager kann natürlich nicht ohne entsprechendes Leiterteam, insbesondere der Küchencrew, durchgeführt werden. Allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön.
Bereits sind wir an der Planung für das nächste Jahr. Soviel sei schon erraten, es geht diesmal in den Kanton Luzern. Wir hoffen, dass wir auch wieder so eine tolle Truppe begrüssen dürfen.

Text & Bilder: Reto Müller, Kleintiere Bern-Jura
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