Pfingstlager vom 3. - 5. Juni 2017

Pfingsten bedeutet für uns berner und solothurner Kleintierzüchter, dass wir zum obligaten Jungzüchterlager starten. Die Jungzüchter warteten pünktlich an den vereinbarten Treffpunkten. Gemeinsam trafen wir uns das erste Mal in Biel. Insgesamt nahmen 32 Jungzüchter und 13 Betreuer teil. Bereits zum zweiten Mal hatten wir auch die Jungzüchter mit ihrem Begleiter des KTZV Sursee eingeladen. Erfreulicherweise waren auch 3 französisch sprechende Jungzüchter mit im Lager. Sie fanden trotz anfänglichen sprachlichen Barrieren schnell den Anschluss.

Gemeinsam fuhren wie quer durch den Jura an die französische Grenze. Genauer gesagt nach Réclère zum Préhisto-Parc. Bevor wir aber die ausgestellten Dinos bestaunen konnten, gab es ein Mittagslunch, denn die Fahrt in den Jura hat alle hungrig gemacht.
Im Park bestaunten wir auf einem ca. einstündigen Rundgang die verschiedenen Arten von Dinosaurier. Insgesamt waren 45 verschiedene Arten der ausgestorbenen Dinosaurier zu bestaunen. Die einen waren äusserst furchterregend, andere waren schon fast wieder niedlich.
Von dem Aussichtturm aus, welcher direkt an der französischen Grenze steht, konnte man die Weiten des französischen und schweizerischen Jura überblicken.
Unter kundiger Führung tauchten wir dann ab in die Höhlen von Réclère. Nach einem kurzen Marsch durch den künstlich angelegten Zugang konnten wir die Grotte bestaunen. Etliche Stalaktiten und Stalagmiten säumten den ca. 1.6 km langen Weg durch das Unterirdische. Stalaktiten wachsen von der Decke her und Stalagmiten vom Boden her. An der tiefsten Stelle befanden wir uns ca. 55 Meter unter der Erdoberfläche. Während des ganzen Marsches liefen wir ca. 550 Treppenstufen hinab oder hinauf.

Nach einer etwa einstündigen Fahrt erreichten wir unsere Unterkunft in Les Emibois. Das Gruppenhaus lag mitten in einer Weide. Bei unserer Ankunft weideten Pferde mit ihren Fohlen und Kühe friedlich um das Haus. Herrlich, diese Ansicht.
Während die Kinder die Zimmer bezogen, bereitete unsere Küchencrew, Stephanie Minder und Susanna Müller, in der Zwischenzeit das Nachtessen zu.
Florian Häfliger, welcher am Pfingstsamstag seinen 21. Geburtstag feierte, hatte wohl noch nie so viele Jung- und Kleintierzüchter an seinem Geburtstagsfest.
Nach dem feinen Nachtessen bot sich weiter die Gelegenheit, bei verschiedenen Spielen sich gegenseitig kennenzulernen.

Am Sonntagmorgen hiess es basteln. Bekanntlich findet anfangs 2018 die Gesamtausstellung in Freiburg statt. Damit verbunden ist ein Wettbewerb, wer die coolste, schönste oder verrückteste Milchkanne verziert. Dies ist natürlich für uns Anlass genug, da auch mitzumachen. Im Vorfeld hatten wir bereits 6 Milchkannen und etliches Bastelmaterial und Werkzeug organisiert. Die Jungzüchter hatten sich rasch in 6 Gruppen aufgeteilt und Skizzen vorbereitet, wie sie die Kannen gestalten wollten. Es wurde gemalen, geklebt, gebohrt, was die Kannen hergaben. Mehr wollen wir an dieser Stelle noch nicht verraten, lasst euch in Fribourg überraschen. Wer weiss, vielleicht ist ja die Gewinnerkanne darunter?!?
Am Nachmittag besuchten wir das Hallenbad in Saignelégier, wo sich die Kids entsprechend austoben konnten.

Am Abend, wiederum nach einem feinen Nachtessen, bereiteten uns Susanna und Karin verschiedene, natürlich alkoholfreie, Drinks zu. Die einen waren so richtig schön süss, die anderen etwas sauer oder auch bitter, je nach den verschiedenen Zutaten.

Wie immer, musste am Pfingstmontag nach dem Morgenessen gepackt und die Unterkunft gereinigt werden. Da wir schon ein richtig eingespieltes Team sind, ging dies sehr flott von sich.
Nach der Abgabe der Unterkunft fuhren wir nach Peuchapatte zu den Windrädern. Diese imposanten Bauten sind 108 Meter hoch und der Durchmesser der Rotorblätter beträgt stolze 82 Meter. Die 3 Windräder erzeugen ca. 15 Mio. kW/h Strom, was für ca. 4'200 Haushalte reicht.
Zum Abschluss fuhren wir an den Étange de la Gruère, einem Moorsee in der Hochmoorzone. Bevor wir losmarschierten, stärkten wir uns noch mit einem Mittagsimbiss. Die anschliessende Wanderung über die Moorlandschaft entlang des Sees war sehr faszinierend. Das Wasser war tiefschwarz, der Waldboden sehr weich und die die Natur zeigte sich in ihrer Artenvielfalt. Nach der Wanderung hiess es nun definitiv sich von den Freibergen zu verabschieden. Aber nicht ohne, dass wir unser Lagerlied «Hi bini dehei» vom Goerge, nochmals zum Besten gaben.

Zum Schluss danken wir allen, die in irgendeiner Form zum Gelingen dieses herrlichen, interessanten, lustigen und abenteuerreichen Pfingstlagers beigetragen haben.
Nach dem Pfingstlager ist vor dem Pfingstlager. Wohin führt uns wohl das Pfingstlager 2018? Bist du auch wieder dabei? Wir vom Leiterteam freuen uns schon jetzt.

Mehr Fotos sind unter www.kleintiere-bern-jura.ch unter der Rubrik Jugend-Bildergalerie zu sehen.
  

Text & Bild: Reto Müller, Kleintiere Bern-Jura

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